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DER RUBEL ROLLT (FORTSETZUNG)

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                  Weil die Russen hart arbeiten...

ZWISCHEN SCHOCK UND GELASSENHEIT

 

Auf diese Formel brachte ein Teilnehmer des Podiumsgesprächs   in den Berliner Räumen der Deutschen Bank  die Meinungen der deutschen Öffentlichkeit über die Ergebnisse der  russischen Parlamentswahlen. Schockiert zeigten sich über das Scheitern der liberalen Parteien in Russland westliche  Medien, Geschäftskreise dagegen, vor allem  die unmittelbar betroffenen, das  heißt die in Russland engagierten, blieben  gelassen.

 

Die Scheidungsgrenze zeigte sich deutlich auch im Podiumsgespräch selbst, veranstaltet von der Vereinigung deutscher und russischer Ökonomen „Dialog“, gesponsert von Daimler-Benz und einigen anderen  deutschen Konzernen. So sprach der Moskauer Korrespondent der „Welt“ in einem dramatischen Tonfall darüber,   dass sich Russland wiederum von den im Westen üblichen Spielregeln der Demokratie entfernte. Aus der Tatsache, dass der Kreml im Weißen Haus  keine starke Opposition  mehr zu erwarten hat, schlussfolgerte er die Schwächung des politischen Fundaments der freien Marktwirtschaft und in einem weiteren Gedankenflug auch die  Gefährdung  des  Investitionsgeschäftes in Russland. Dabei führte  er die skandalträchtige Affäre mit dem Ölkonzern JUKOS  als Alarmzeichen an, die bekanntlich in der Verhaftung  des  schwerer Steuerhinterziehung beschuldigten Konzernchefs Michail Chodorkowski gipfelte.

 

Obwohl der Warner  seine Stimme nicht  in der Wüste, sondern in einem dicht besetzten Konferenzsaal erhob, fand er wenig Echo. Andere Teilnehmer des Podiumsgesprächs (Vertreter der Moskauer Repräsentanzen der Weltbank, der Continental AG, der Vereinigung der deutschen privaten Bausparkassen u.a. ),  vom Vorgehen gegen JUKOS alles andere als begeistert, taten nichtsdestoweniger  die Affäre als Episode ab. Die Wogen würden sich glätten und schließlich siegt das Business as usual.  Sogar besser „as usual“, da das Wählervotum  die bevorstehende Wiederwahl Putins signalisiert, auf den Geschäftsleute  große Stücke halten. Schließlich fallen in seine Amtszeit die Überwindung des Reformstaus, die Herabsetzung der Unternehmensbesteuerung, die Erleichterung   des Gewinnstransfers, die Belebung des Immobilienmarktes und vieles andere, was gute Geschäfte verspricht. Da er den Provinzfürsten  mehr Respekt gegenüber den Entscheidungen des Kremls  abverlangte, ist das Geschäftsumfeld auch außerhalb der Metropolen viel besser geworden.

 

Dagegen nehmen sich die gegenwärtigen  Demokratiedefizite wie die Gleichschaltung der Fernsehprogramme,  massive Beeinflussung der Wähler durch die Exekutive u.s.w. nicht sehr bedeutend aus.   Man dürfe Russland nicht mit der westlichen Meßlatte  messen. Das sei geschäftsschädigend. Nur eine hart durchgreifende Exekutive, deren Repräsentanten nicht unbedingt mit dem Gesetzbuch unterm Arm herumlaufen, kann in Russland die Sabotage der eigensinnigen Bürokratie brechen. Es wäre  töricht, den liberalen Dogmen des Abendlandes die   Interessen des Russlandgeschäfts zu opfern. Noch dazu in einer Zeit der weltweiten Flaute, die Russland anscheinend verschont.

 

In Übereinstimmung mit dieser Erkenntnis stand die von den meisten Firmenvertretern zum  Ausdruck gebrachte Absicht,  das Engagement in Russland nicht nur nicht runterzufahren, sondern zu erweitern. Den Fuß in der Türspalte zu halten, genügt nicht mehr, jetzt gilt es, energisch hineinzugehen. Mögen die derzeitigen Dividenden noch bescheiden sein, die Zukunft werde die Risikobereitschaft belohnen. Russland ist groß und reich, auch wenn seine Reichtümer noch weitgehend brach liegen. Es verfügt über hoch qualifizierte, aber billige Arbeitskräfte.  Da Putin sich offensichtlich bemüht,  die Einkünfte der Bevölkerung zu heben, darf man getrost auf die Erweiterung des russischen Marktes  spekulieren.

 

In einem  Russland, das aus dem Tal der Tränen hinauskommt, lautet die Devise, den Konkurrenten, insbesondere denen aus Übersee, den Vortritt  streitig zu machen.  

 

Dahingehende Äußerungen wurden durch  makroökonomische Daten untermauert. Mit Hinweisen auf Russlands Wirtschaftswachstum von   6,7 Prozent, drei bis vier Mal höher  als der europäische Durchschnitt. Die abnehmende Kapitalflucht, die  zwischen 2000 bis dato von 25 Milliarden USD auf 6,7 Milliarden  USD pro Jahr zurückging. Die gestiegenen  Gold- und Devisenrücklagen des Staates (ums Sechsfache seit 2000). Die rapide sinkende Außenverschuldung (auf 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, also viel niedriger als in den meisten, sogar prosperierenden Ländern, von den USA schon gar nicht zu sprechen).

 

Vor diesem Hintergrund verblassten die in Presseberichten immer wieder strapazierten,  auch von den Teilnehmern des Podiumsgesprächs  durchaus nicht verschwiegenen Troubles  des deutschen Geschäftsalltags  in Russland: die Korruption der Beamten, die Neigung der russischen Unternehmer zu Vertragsbrüchen,  das unausgereifte Schlichtungswesen, die zweifelhafte Justiz. Diese  Missstände sollten dennoch die Lust am Russlandgeschäft nicht verderben. Umso weniger, da ein gewiefter und kreativer deutscher Geschäftsmann  durchaus Wege findet, die Riffe zu umschiffen. Insbesondere, wenn  er zu den Geheimnissen der russischen Seele vorstößt.

 

Das Publikum des Podiumsgesprächs,  vorwiegend Studenten, die  Wirtschaftswissenschaften mit Hinblick auf Russland oder  Russistik  mit Hinblick  auf das Geschäft studieren, lauschte gespannt den Äußerungen,  die  sich von den einschlägigen Pressebeiträgen  oder Professorenvorlesungen  dem Inhalt und der Tendenz nach wesentlich unterschieden.

18.1.04   

Am 30. Oktober 2003 um fünf Uhr abends  wurden endlich Sinn und Zweck der viermonatigen Show mit dem Titel  „Jagd auf JUKOS» klar. Die Staatsanwaltschaft befasste sich mit JUKOS, um den Konzern letztendlich zu verstaatlichen.

Mit dieser dramatischen   Feststellung leitete die Runet- Zeitung „Gazeta“.ru einen langen Bericht über die Sicherstellung der Aktien von JUKOS ein, dem viertgrößten Erdölkonzern der Welt, dessen Chef Michail Chodorkowski Steuerhinterziehung  vorgeworfen wird   und der jetzt in einem Moskauer  Untersuchungsgefängnis  einsitzt.

Um die Veröffentlichung des Berichtes auf unserer site gab es in unserem Team viel Streit.   Denn der Störenfried  Iwan Matrjoschkin, Esq., behauptete, Gazeta.ru berichte zu Gunsten der Oligarchen. Der ihm unterstellte Geheimdienst  hätte herausgefunden, sie sei von den Neureichen  finanziell abhängig.

Daraufhin sagten die weiblichen Holzpuppen, er soll schweigen. Hätten die Oligarchen der Presseholding matrjoschka-online.de ein bisschen Geld angeboten, wäre er der erste gewesen, der das Angebot mit Handkuss angenommen hätte. Im dann folgenden Handgemenge zog Herr Matrjoschkin den kürzeren und entfernte sich in die Kneipe „Sonnenschein“, Berlin, Prenzlauer Berg. Der folgende Bericht, stark gekürzt und etwas geändert,  konnte aber auf der site erscheinen.  Lesen Sie bitte, was Gazeta.ru verzapfte:

 

Die Fernsehnachricht klang alltäglicher als alles, was bisher über das Vorgehen der russischen Staatsanwaltschaft gemeldet wurde.  Diesmal gab es keine Durchsuchungen, keine Verhaftungen.

Die Ermittler der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten aber die JUKOS-Aktien.   

 

Eigentlich hat die Staatanwaltschaft damit Privateigentum konfisziert (Eigentum der Reichen, die bei der Privatisierung  des Staatseigentums der ehemaligen UdSSR den großen Reibach gemacht haben- Anm. von  matrjoschka-online.de).  

Die Behauptung der Ermittler,  die Aktien gehören „faktisch Chodorkowski“, genügte, um das Recht auf Privateigentum aufzuheben. Beschlagnahmt sind  44% JUKOS-Aktien.

 1 Milliarde 141 Millionen 403 tausend 296 Stück.

Wie aus der Staatsanwaltschaft verlautet, wurden die Aktien  eingezogen, um den Schaden auszugleichen, der dem Staat durch Chodorkowski entstanden ist   ( 1 Milliarde Dollar.)  Aber  44 Prozent der JUKOS-Aktien haben einen Wert von etwa 13 Milliarden Dollar.

 

Den Aktienbesitzern werden allerdings weiterhin Dividenden ausgezahlt. Gerade an dem Tag, als die Aktien eingefroren wurden, genehmigte der Aufsichtsrat von JUKOS, Dividende von fast  zwei Milliarden Dollar. Chodorkowski  fallen davon 700 Millionen zu.

Mischa, was willst du denn mehr, fragt Iwan Matrjoschkin.  

In Russland hat also die Verstaatlichung von Privateigentum begonnen, setzt gazeta.ru ihren Horrorbericht  fort.

Während die Staatsanwaltschaft die Aktien beschlagnahmte, traf sich Präsident Putin im Kreml mit ausländischen Investmentbankern. Der Staatschef sagte, „für uns ist klar, dass die Entwicklung der russischen Wirtschaft   von ausländischen Investitionen abhängt“.

 

Einverstanden, Wolodja, sagte der Störenfried per Telefon  aus der Kneipe „Sonnenschein“.


Aber wer wird schon investieren, wenn der russische Staat die Eigentumsrechte verletzt ? –lautet die Gretchenfrage.

 

Ich! -meldet sich Iwan Matrjoschkin . - Ich glaube an W.W.P.  !

Der russische Finanzminister erklärte dagegen,  die JUKOS-Affäre beginne schon, sich auf die Wirtschaft des Landes auszuwirken. 
.
Der Rubel ist 20 Kopeken billiger geworden.

 
Was macht die Regierung mit dem Aktienpaket des größten Erdölkonzerns des Landes?

Sie kann es an ausländische Konzerne verkaufen. 


“Ich bin bereit  zu kaufen“, -telefonierte Iwan Matrjoschkin, Esq.- Auf Pump! Wie Chodorkowski seine Erdölfelder.“.


Außerdem könnte die Regierung  einen gigantischen staatlichen Rohstoffkonzern bilden, mutmaßt Gazeta.ru. Dann kann man das private Erdölgeschäft für lange Zeit vergessen.

Vielleicht sogar Privatgeschäfte überhaupt.

 

Quatsch!,- kommentierte I.M., Esq.,-  Putin  wird doch seine Freunde  in Berlin, Washington, Paris,  London und  in Prenzlauer Berg nicht in Verlegenheit bringen wollen.

    

31. Oktober 2003

Die russische Präsentation auf der Grünen Woche in Berlin läuft erfolgreich.

Sie ist „eine Vorführung von Ergebnissen unserer Tätigkeit“, erklärte der Minister für Landwirtschaft Russlands   Gordejew. „Wir  vergleichen jetzt unsere Uhren mit denen der großen und angesehenen Nahrungsmittel-Produzenten aus verschiedenen Teilen des Planeten“.

Gordejew leitet die russische Delegation, der Gouverneure einiger Regionen, Parlamentsabgeordnete und Repräsentanten der Geschäftskreise Russlands angehören. Seit vielen Jahren kommen russische Landwirtschaftsunternehmen nach Berlin. Aber 2004 nimmt die Exposition des Agrar-Industrie-Komplexes Russlands viel mehr Raum ein als je zuvor. Sie erstreckt sich auf die gesamte Zweite Messehalle mit einer Fläche von 2500 Quadratmetern.  Somit ist Russland zum größten ausländischen Aussteller auf der weltgrößten Schau der Agrar- und Nahrungsmittelerzeugnisse geworden.

„Wir zeigen erstmalig, dass in Russland nicht nur Wodka, Honig, Flachs, Birkenrinde und Lachs produziert, sondern auch moderne Technologien genutzt werden“, unterstrich der erste Stellvertretende des Landwirtschaftsministers Russlands Dankwert. „Niemand in der Welt hat damit gerechnet, dass sich unsere Landwirtschaft so schnell erholen und in so einem hohen Tempo entwickeln wird. Ausländische Investoren waren darauf nicht gefasst. Bei ihnen herrscht immer noch ein Denkklischee vor, wonach es sinnlos und gefährlich sei,  in Russland zu investieren, weil man das investierte Geld sowieso nie wieder zurückbekommt: entweder wird es gestohlen, oder in den Sand gesetzt. Auf dieser Messe wollen wir zeigen, dass diese Zeiten vorbei sind und sich heute eine Kooperation lohnt“.

Die Ausstellungsstände von 120 führenden Unternehmen aus 11 Regionen Russlands  bestätigen, dass es keine leeren Worte sind. Die Aussteller beweisen, dass es sich heute lohnt, mit ihnen zusammenzuarbeiten und dass den Investoren  hohe Gewinne winken. Nicht nur weil Russland dabei ist, seine riesigen  Ressourcen für eine umfangreiche Lebensmittelproduktion viel voller zu nutzen, sondern weil die Russen lernfähig sind. Schnell holen sie andere Nationen bei dem Marketing ihrer Angebote auf, also in einer Sphäre, wo es bei ihnen früher immer  haperte. Diesmal bieten sie in ihrer Halle eine gelungene Mischung aus Verköstigung verschiedenster Leckerbissen  und der für die Deutschen exotischen Volkskunst an. Hier   herrscht ein buntes Treiben, wird viel gelacht, getanzt und gesungen, die Besucher frönen nicht nur ihrem Gaumen, sondern  amüsieren sich und erfahren viel Neues über Russland.   

Unter vielen Foren  der Grünen Woche, an denen sich Russland beteiligt, erfreute sich das  zur Qualität und Sicherheit der Ernährung  besonderen Zuspruchs.   Den russischen  Teilnehmern fiel es leicht, die Aufmerksamkeit des Fachpublikums zu fesseln. Es erfuhr jedenfalls, dass die russischen Anforderungen an Qualität der Lebensmittel  mitunter höher geworden sind als in vielen anderen Ländern.

Die Besucher der schicken russischen Gaststätte auf dem Messegelände können beruhigt sein. Der Genuss russischer Speisen und Getränke, von denen der neue Wodka „Matrjoschkin“ besonders gern getrunken wird, hat keine unangenehmen Folgen.

20.1.04

Die russische Zeitung „Wedomosti“ brachte einen Beitrag von Michail Chodorkowski, dem in Untersuchungshaft sitzenden Chef von Jukos, einem der größten Erdölkonzerne der Welt. Chodorkowski sinniert über die Krise der liberalen Politik in Russland. Der Anlass – die jüngste katastrophale Niederlage der Union der Rechten Kräfte und der Partei Jabloko bei der Duma-Wahl. Warum bekamen die Liberalen den Zorn des russischen Volkes zu  spüren, fragt der reichste Unternehmer Russlands. Im Unterschied zu vielen westlichen Russlandexperten nennt er als Ursache nicht  die vermeintliche Wahlmanipulation des Kremls. Die liberale Politik erlitt das Fiasko, weil die Liberalen schicksalsschwere Fehler begingen, schreibt er. Erstens wollten sie die  Eigenart Russlands nicht wahrhaben. Zweitens die existenziellen  Sorgen der überwiegenden Mehrheit der Russen. Sie hatten im Auge nur zehn Prozent der russischen Bevölkerung und die neunzig haben sie geflissentlich übergangen. Das haben sie getan, als sie großzügig das Staatseigentum privatisierten (also die nationale Industrie plünderten – Anm. von Iwan Matrjoschkin, Esq.) Die negativen sozialen Folgen der Privatisierung standen bei ihnen nicht auf der Agenda (im Klartext: auf die Verelendung der meisten Russen im Zuge der Privatisierung pfiffen sie – Anmerkung von Iwan Matrjoschkin, Esq.) Die Privatisierung priesen sie unverschämt als schmerzlos, ehrlich und gerecht. Das Volk denkt aber ganz anders darüber.

 

Das große Geschäft, schreibt  Chodorkowski aus dem Gefängnis – und er muss es wissen – stand immer neben den liberalen Privatisierern und half ihnen „Fehler zu machen und zu lügen“. (Warum wohl?- Anmerkung von Iwan Matrjoschkin, Esq.).

 

Chodorkowski jammert nicht nur, sondern schlägt den russischen Geldsäcken vor, den Weg zu verlassen, der ins Verderben führt. Es ist die Zeit, sich zu fragen: Was hast du denn für Russland getan? Es ist die Zeit zu lernen, die Wahrheit in Russland, nicht im Westen zu suchen. Wir sollen uns und den anderen beweisen, dass wir keine Nutznießer der russischen Krise, sondern Russen sind. Wir dürfen die Augen auf die Voraussetzungen der russischen Existenz nicht weiter verschließen. Wir müssen das wollen, was unser Land und das Volk will. 

 

Michail Chodorkowski schlägt vor, mit Präsident Putin Frieden zu schließen. „Ob er uns gefällt oder nicht, steht er für Einheit und Geschlossenheit des Landes. Zuerst einmal sind wir Russlands Bürger. Das liberale Projekt hat in Russland nur Chancen, wenn er mit dem, was die Nation begehrt, nicht kollidiert.

 

Der hinter Gittern einsitzende Multimilliardär hebt die Hand auf das Heiligste seinesgleichen. Er appelliert, in die Ergebnisse der Privatisierung entscheidende Korrekturen einzubringen. Denn neunzig Prozent der Russen lehnt die Privatisierung ab und hält ihre Gewinner für Halunken. Die Geldsäcke müssen mit dem Volk teilen, zum Beispiel durch die Besteuerung der Naturvorkommen, die sie sich aneigneten. Besser fangen wir selbst damit an, als wenn wir dazu gezwungen werden, mahnt er.

 

Chodorkowski meint, der wahre Reichtum Russlands sind seine Köpfe, seine gewissenhaften und begabten Menschen. Sie müssen der Stock der neuen russischen Elite werden. Das Gefährlichste für Russland ist, wenn sie weggehen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Landes hängt von seinem intellektuellen Potential , nicht von seinen Rohstoffen ab, die weniger werden.

 

Das Land wird sich ändern, wenn die Russen sich ändern. Das Land erhält seine Freiheit, wenn wir alle daran glauben.

 

Xxxx

 

Gefragt, was er dazu meint, sagte unser Allroundexperte Iwan Matrjoschkin, Esq., dass er unter jedes Wort von Michail Chodorkowski seinen Namen stellen würde. Allerdings nur unter der Bedingung, Chodorkowski teilt mit ihm seine Milliarden. Das wäre der Prüfstein der Aufrichtigkeit   des Multimilliardärs. Sonst erscheine seine Erleuchtung ein wenig plötzlich.                        

 

1. April ( kein Aprilscherz).

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