RUssEN UnTER SiCH (FORTSETZUNG)
Vorwort von m.
Wie „matrjoschka- online“ (als erstes Massenmedium in Deutschland) bereits berichtete, wurde in Russland der Chef des viertgrößten Erdölkonzerns der Welt, einer der reichsten Männer unter dem Himmel, Michail Chodorkowski, verhaftet. Ihm wurden sieben schwere Gesetzesvergehen angelastet. Darunter Steuerhinterziehung in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar.*
Die Verhaftung sorgte für große Unruhe in der ehrenwerten Gesellschaft russischer Milliardäre. ** Einer, Boris Beresowski, der schon lange Asyl in Großbritannien genießt, veröffentlichte eine Stellungnahme. Wir bringen diese als Zeitdokument, ohne uns in die Hetze gegen den russischen Staat einschalten zu wollen,*** und stark gekürzt, da sich der milliardenschwere Exilant, offensichtlich seiner Ruhe beraubt, oft wiederholte oder am Thema vorbei redete.
Also sprach Beresowski:
Die im Jahr 2000 begonnene Wiederherstellung eines autoritären russischen Staates geht weiter.**** Die Unterordnung der Geschäftswelt ist eine obligatorische Voraussetzung dafür. Wenn die Machtgewaltigen jetzt nicht die Geldkontrolle in die Hand bekommen, wird alles andere sinnlos.***** Und Geldkontrolle bedeutet, das russische Geschäftsleben zu kontrollieren, zur Zeit über 80 Prozent der russischen Wirtschaft ist Privatwirtschaft. Ob die Weltgemeinschaft auf die Verhaftung Chodorkowskis reagiert, bleibt dahingestellt. Wahrscheinlich wird der Westen nichts Wirksames unternehmen, denn dort denkt man so rationell, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man es mit Putin oder Jelzin zu tun hat.****** Die Hauptsache, in Russland herrscht Friedhofsruhe und es gibt keine Exzesse. Sie knutschen Putin ab und sagen von Jelzin, er saufe. *****. Doch hat auch das System Putins, das er gerade aufbaut, seine objektiven Gesetze des Entstehens, der Entwicklung und des Absterbens. Es ist offensichtlich, dass sich dieses System in der Endphase befindet. Deshalb wird Putin im März nächsten Jahres nicht wiedergewählt.*********
Das Vorgehen des Kreml wird nicht ohne Folgen für die russische Wirtschaft bleiben. Es führt zum Niedergang des russischen Markts, zur Abwanderung des russischen Kapitals ins Auslands. Kürzlich sprach ich mit westlichen Bänkern. Nachdem Chodorkowskis Erdölkonzern JUKOS unter Druck geraten war, flossen Dutzende Milliarden aus Russland ins Ausland. Dutzende, nicht zwei oder drei Dutzend, sondern viele Dutzend. Und das geht täglich so weiter. Ich treffe hier viele mir bekannte und unbekannte Geschäftsleute, die zu mir kommen und erzählen, dass sie ihre Geschäfte und Büros und ihren Wohnsitz hierher verlegt haben. Eine große menge russischer Geschäftsleute ist nach London umgezogen.
Grani.Ru
PS. Von Iwan Matrjoschkin Esq.
*Damit wird sichtbar, wie unzivilisiert Russland ist. In einem zivilisierten kapitalistischen Land, wie Russland eins sein will, werden Milliardäre nie einer Steuerhinterziehung beschuldigt. Höchstens Millionäre, aber auch diese sehr selten. Denn ein zivilisierter Kapitalismus wird so gestaltet, dass nicht ein erfolgreicher Geschäftsmann dem Staat etwas schuldet, sondern umgekehrt, der Staat dem Geschäftsmann. So muss die Steuerfahndung in seichten Gewässern ihre Netze auswerfen.
** Auf der russischen Liste der Milliardäre stehen bereits Dutzende Namen. Alles Leute, die nach dem Machtantritt Jelzins im Jahre 1991 fette Filetstücke der russischen „sozialistischen Ökonomie“ unter sich teilten. Die meisten, ohne oder mit geringem Startkapital, wenn man ihre Kontakte zu korrumpierten Politikern aus Jelzins Umgebung nicht als ein solches ansieht.
*** Die einfachen Russen sind allerdings weit davon entfernt, Herrn Chodorkowski und seinesgleichen zu bemitleiden. Nicht ohne Grund nehmen sie an, die Milliarden bildeten sich aus dem Geld, das ihnen fehlt, um nicht mit leerem Magen ins Bett gehen zu müssen.
**** Im Jahre 2000 trat Wladimir Putin sein gegenwärtiges Amt an, das ihm sein Vorgänger, Boris Jelzin, hinschob.
***** Vertrauen ist gut, Kontrolle besser!
****** Nichteinmischung in die inneren Angelegenheit eines fremden Landes!
*******Und ob Jelzin säuft! Man wird blass vor Neid.
******** Herr Beresowski will hier andeuten, dass die ganze Geschichte von britischen Immobilienhändlern eingefädelt wurde. Jetzt gehen englische Landschlösser und Stadtvillen wie warme Semmeln weg. Dagegen bleibt der Immobilienmarkt in Deutschland wie gelähmt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, wie der Vorgänger Jelzins, Limonadenmischa, mal sagte.
********* Nach zuverlässigen Berichten unseres, in Russland tätigen Geheimdienstes, hat Wladimir Wladimirowitsch Putin seine zweite Frist so gut wie in der Tasche. Ich gratuliere meinem Freund in Voraus.
Und
Ihr, Oligarchen, zittert! Oder spendet von Euren Milliarden
einem intelligenten und ehrlichen Menschen, von hölzernen Weibsbildern
wie diese diskriminiert.
Für edle Spender erbitte ich Gnade im Kreml. Ehrenwort eines Esquiers!
Spendenadresse: Iwan Matrjoschkin, Esq., Stammtisch der Kneipe „Sonnenschein“, Prenzelberg, Berlin.
27.10.03
DIE GANGSTER AUS DEM OSTEN UND DER AUTOR AUS DEM WESTEN
In Berlin fand die Präsentation des neuen, im renommierten Europa-Verlag erschienen Buches von Jürgen Roth „Die Gangster aus dem Osten statt“.
Laut eigener Auskunft verfügt der Autor über gute Verbindungen zu den Polizei- und Ermittlungsbehörden mehrerer Länder. Das ermöglicht ihm, einen Blick hinter die Kulissen einer Szene zu werfen, wo die internationalen Verbrechersyndikate Regie führen. Wie auch frühere Werke Roths, besticht das neue Buch durch profunde Detailkenntnis in der Darstellung der grenzüberschreitenden verbrecherischen Aktivitäten und Porträtierung der Akteure.
Leider haftet auch dieser Schöpfung eines der bekanntesten Vertreter des investigativen Journalismus in Deutschland, wie der Verlag den Autor dem Publikum empfiehlt, eine bedenkliche Tendenz an. Bei weitem nicht immer hebt er die Kriminellen vom Volk ab, dem sie entstammen. Das ist ärgerlich. Besonders weil ein deutscher Autor wissen müsste , wohin das führt.
In dem Falle soll es offensichtlich das unterschwellige Plädoyer des Autors für die Abschottung des EU- Europas vom Osten des Kontinents, insbesondere von Russland, bekräftigen. Er meint, die Grenzen zu diesem Teil Europas dürfen nicht durchlässig werden. Sonst versinke Mittel- und Westeuropa in den Fluten der internationalen Kriminalität.
Man könnte denken, Jü. Roth hätte auf Bestellung geschrieben. Und zwar jener politischen Kreise in Deutschland, die, aus welchen Gründen auch immer, eine weitere Annäherung zwischen Russland und Deutschland und die Entstehung eines gemeinsamen wirtschaftlichen und kulturellen, aber auch rechtsstaatlichen Raumes in Großeuropa zu verhindern trachten. Aber wir wollen das dem Autor, auch wenn er selbst gern mit unbeweisbaren Hypothesen arbeitet, nicht unterstellen.
Wie dem auch sei, schnitt er ein sehr akutes Problem an. Es ist tatsächlich ein existenzielles Anliegen der europäischen Völker, den Vormarsch der organisierten Kriminalität, woher sie auch kommen mag , zu stoppen. Das edle Ziel wird aber nicht dadurch erreicht, dass in Europa neue Mauer gebaut, beziehungsweise die alten beibehalten werden. Für die Verbreitung der Kriminalität sind diese sowieso kein Hindernis. Erst recht nicht, weil die Mafia, wie Jürgen Roth behauptet, ihre Kuckuckseier bereits in die Sicherheitsstrukturen des Westens geschmuggelt hat.
Viel eher sind positive Ergebnisse von mehr Solidarität zwischen den bedrohten Ländern zu erwarten. Solidarität, die jetzt oft durch die politische Instrumentalisierung des weltweiten Kampfes gegen die Kriminalität unterminiert wird.
Ansonsten scheint Jürgen Roth vergessen zu haben, dass die grenzüberschreitend agierenden Gangster nicht in Russland gezüchtet wurden. Vielmehr tauchten sie in Russland erst nach der Öffnung des Landes gegenüber dem Westen auf.
13.9.03
Moskauer
Obdachlose waren Zirkusartisten, Lehrer, Juristen... „Guck mal, ich habe keine Nase“, krächzte der
im Vorortzug mir gegenüber sitzende bärtige Mann mit
krankem Glanz in den Augen.
„Ich kann meinen Zinken drehen, wie ich will.“ Und er drehte
den Nasenansatz tatsächlich zu allen Seiten. Der Kerl stank penetrant
nach sauer gewordener Suppe und schmutziger Unterwäsche. Alle
Obdachlosen haben den gleichen Geruch.
Der Akrobat ohne Nase
„Was ich für Saltos drauf hatte!“ sagte der Nasenlose. „Aber jetzt bin ich überflüssig geworden, Da, das dicke Zugfenster könnte ich mit der Faust zerschlagen, ohne eine Schramme abzukriegen. Glaubst Du’s mir?“ Die Aussicht, anderthalb Stunde in der Bahn, die
mich zur Datsche bringt, in der Kälte zu sitzen, freute mich gar nicht.
Toljambur aus Kemerowo.
Der Nasenlose stellte mir seinen Freund Toljambur vor, der
auf dem Platz der drei Bahnhöfe haust, dem Lieblingsort der
Obdachlosen. Hier feierte Toljambur seinen dreißigsten. „Einschlafen und nicht mehr
aufwachen!“.
Klawka, die Sicherheitsnadel
Auf dem Platz der drei Bahnhöfe traf ich die „Königin“
der Moskauer Obdachlosen, Klawdija, früher Verdiente Lehrerin im Kreis
Chabarowsk. Ich fand sie
tanzend an einem Kiosk für
Tonaufnahmen vor dem Metroeingang. Jetzt heißt
Klawdija Sicherheitsnadel. Sie wird so von den hiesigen Händlern
genannt. Nüchtern hat sie schon lange keiner mehr gesehen. Woher sie
das Geld Stoff nimmt, weiß niemand.
Man munkelt, sie
habe einige Gönner unter den Obdachlosen, die bringen ihr Wodka und
Geld.
„Mein liebes Söhnchen hat mir im Suff die Rippen eingeschlagen und mich ins Behindertenheim gesteckt, Genauer, er kaufte eine Fahrkarte nach Moskau und gab mir die Adresse.“
Als sie ankam,
schickte man sie weg. Geld für die Rückfahrt hatte sie nicht. Wie sich herausstellte, mag der ältere Major die
Obdachlosen nicht, hat aber Mitleid mit ihnen. Deshalb verscheucht er
sie nicht . „Wie denn?“ Verzweiflung klingt in der Stimme des Majors.
Onkel Fedja ist nicht blöd
Neben meinem Haus, vor der Kirche der Ikone der Gottesmutter
„Lindere meinen Schmerz“ in
Marjino sitzen schon einige Jahre lang mit aufgehaltener Hand der alte
Onkel Fedja und
Witja, ein kleiner Mann in mittleren Jahren. Äußerlich durchaus
respektabel anzusehen. Fast saubere Hemden, ein wenig zerknüllte Hosen,
Sandalen... Onkel Fedja liest immer die Zeitung für Geschäftsleute,
und Witja repariert
ständig seine uralte Brille mit kaputten Gläsern, Früher bin ich einfach an
ihnen vorbeigegangen, habe ihnen manchmal einen Rubel in die Büchse
geworfen, nun wollte ich sie kennen
lernen. „Wer nimmt denn einen Arbeitslosen zum
Arbeiten, und für welche ?!“
Aufgewacht ist Onkel Fedja
auf einer Müllhalde am Moskauer Stadtrand. Im Ausweis, den ihm
die Betrüger vorsorglich in die Jackentasche gesteckt hatten,
stand seine neue Adresse: irgendein Dorf im Gebiet Orlow.
Onkel Fedja ist
niemals hingefahren, er wusste, dass er kein Dach mehr über dem Kopf
und kein normales Leben mehr haben würde. nach mk.ru KUSSVERBOTKüssen in der Metro, in Geschäften, im Kino und auf Strassen in Moskau wird demnächst verboten. Wie die „Stolitschnaja Gazeta“ (Hauptstadtzeitung) mitteilt, ist die Verordnung über bessere Moral in Moskau im hauptstädtischen Bürgermeisteramt in Arbeit. Vorgesehen ist, dass die Ordnungsbrecher in der Metro von der Miliz gefasst werden. Sie bekommen Geldstrafen, in manchen Fällen sogar Gefängnisstrafen aufgebrummt. Wie die Zeitung weiter schreibt, sieht die Verordnung das Küssverbot an öffentlichen Orten nicht nur für Verliebte, sondern auch für Verheiratete vor. Wenn sie kein Geld bei sich haben und die Strafe nicht gleich bezahlen können, werden sie aufs Milizrevier gebracht und dort solange festgehalten, bis jemand für sie zahlt. Wer keiner zahlt, wird der Delinquent verdonnert, Straßen zu säubern. In der Sicherheitsverwaltung der Moskauer Metro werden schon Vorbereitungen zur Durchführung der Verordnung getroffen. PS. von „matrjoschka-oline“:
Diese Mitteilung von „lenta.ru“ hatte große Resonanz. Es kamen fast 500 Leserzuschriften.
„Wir werden wie Insekten behandelt, mit irgendwelchem Pulver bestäubt, wir dürfen uns nicht küssen, bald werden sie uns kastrieren“, schrieb ein Moskauer. „Bleibt uns nur, in der U-Bahn zu ficken. Ohne Kuss“, meinte ein anderer. „Wird man uns auch für eine Kusshand einlochen ?“ fragte einer. „Und fürs Popeln ?“ ergänzte ein anderer die Frage.
Lebhaftes Echo löste die Mitteilung aus, dass eine in Moskau bekannte radikale Menschenrechtskämpferin, Valeri Nowodworskaja, verkündete, sie werde sich in den Kampf für die Erhaltung des Menschenrechtes auf Küssen in der U-Bahn einschalten. Und zwar dadurch, dass sie in der U-Bahn alle Männer abküsst. Da die Dame nicht mehr ganz jung und nicht ganz hübsch ist, sondern eher ein brutales Aussehen hat, wollten viele Leser genau wissen, wann die Aktion stattfindet. Damit sie sich das zweifelhafte Vergnügen ersparen.
In vielen Reaktionen, die Lenta.ru bringt, werden Erinnerungen an die Sowjetzeit wach. An die Zeit, als das sowjetische Fernsehen verkündete, es gäbe in der Sowjetunion keinen Sex, und wird auch nicht geben- wozu? Und Jeans und andere modische Kleidung unter dem Verbot standen. Und die jungen Männer mit langen Haaren in Milizrevieren kahl geschoren wurden.
Stellungnahme von Iwan Matrjoschkin, Esq.: Wenn Sie meine Meinung hören möchten, ich bin dafür. Ich kämpfe ohnehin gegen die Unsitte, sowohl im Konzern „matrjoschka-online.de“ als auch in meiner anderen Wirkungsstätte, der Kneipe „Sonnenschein“, Berlin, Prenzlauer Berg.
Deshalb stimmt es mich traurig, dass ich im Kreml meinen Freund W.W.P. nicht erreichen konnte. Ich wollte von ihm eine Bestätigung der oben angeführten Mitteilung erhalten. Aber ich wurde nicht mit ihm verbunden. Vermutlich wegen Überlastung seines Telefonanschlusses.
Ein anderer alter Bekannter, der seinen Namen nicht genannt haben will und der, zu meinem Verdruss, jetzt Opposition gegen W.W.Putin spielt, erklärte mir aber, zwar könne er sich nicht verbürgen, dass die Meldung stimme, doch findet er das Echo darauf sehr aufschlussreich. „Denn dieses Echo zeugt davon, was die Russen von deinem Freund, dem Präsidenten, und seinen Helfershelfern alles erwarten“, sagte er giftig. Ich hängte ein.
9.11.03 |
Festschrift zur Produktionsaufnahme des Wodkas „Matrjoschkina“, des russischsten aller Wodkas.
(Die Festschrift wie der Wodka kamen vom Moskovsky Vinno-Konyachny Zavod. Über die Beziehung zwischen dem Wodka und dem führenden Mitarbeiter des Matrjoschka-online-Konzerns, Iwan Matrjoschkin Esq., spinnt der besagte Matrjoschkin auf seinem persönlichen Link.)
Hier aber die Zusammenfassung der Festschrift.
Bevor mit der Herstellung des Wodkas „Matrjoschkina“ begonnen wurde, untersuchten Fachleute der Firma KiN sorgfältig die Rezepte, die von russischen Weinbrennern im Laufe der Jahrhunderte verwendet wurden.
Sie berichten:
1.Das wichtigste für die Wodkaherstellung sind qualitativ hochwertiger Alkohol, gutes Wasser und sorgfältige hochtechnologische Filterung des Wasser-Alkohol-Gemischs.
2. Lieferant des hochqualitativen Alkohols „Luxus“ aus ausgewählten Weizensorten, in ökologisch sauberen Gebieten Russlands angepflanzt, ist das älteste russische Alkoholwerk „Jadrinskij“, gegründet 1863.
3. Das Trinkwasser für die Wodkaherstellung wird in drei Etappen gereinigt und erhält schließlich kristallklare Reinheit.
4. Das Wasser-Alkohol-Gemisch wird mit Birkenkohle gefiltert. Die Verwendung der Birkenkohle verfeinert und optimiert den Geschmack des Wodkas und vermindert erheblich die Katzenjammergefahr.
5. Zusätzlich fließt das Gemisch durch den mit Quarzsand gefüllten Filter. Der Quarzsand stammt aus den besten Abbaugebieten des Urals.
Die Herstellungstechnologie von Wodka „Matrjoschkina“ wird sehr streng überwacht, und zwar auf jeder Produktionsstufe. Damit sind erstklassige Chemiker und Mikrobiologen beschäftigt.
6. Die Abfüllung des Wodkas wird auf modernen deutschen Linien der Firma KHS vorgenommen.
7. Die exklusiven Flaschen kommen aus Frankreich.
Zum ersten Mal kam Wodka im 14. Jahrhundert nach Russland. Der genuesische Botschafter am Zarenhof stellte ihn unter dem Namen „Aqua Vitae“ vor. Bald danach gingen die russischen Brenner an die Herstellung des „Lebenswassers“. Das Jahr 1474 gilt als Geburtsjahr des Wodkas. Im 19. Jahrhundert fand der große russische Chemiker S.I. Mendelejew das optimale Verhältnis von Alkohol und Wasser, und zwar waren es 40 Prozent Alkohol, der Rest Wasser. 1894 meldete die Regierung Russlands das Patent an.
Die Zarin Elisabeth die Zweite (18. Jahrhundert) schenkte ausländischer Prominenz nicht nur Diamanten, sondern auch russischen Wodka. So wurden der römische Papst Pius IV., der österreichische Kaiser Joseph, Voltaire, Kant, Goethe und viele andere ausgezeichnet.
Auch heute gilt russischer Wodka als exklusives Geschenk. Die Barkeeperassoziation hat den Wodka „Matrjoschkina“ dreimal als offizielles Geschenk der Vereinigten Russischen Barkeeper an die Präsidenten der nationalen Barkeeperassoziation von 49 Ländern ausgewählt.
Wodka „Matrjoschkina“ wurde den Teilnehmern und Gästen der russischen Tage auf Havaii präsentiert.
Die Touristen, die den Nordpol auf dem Eisbrecher „Sedow“ erreichten, erhielten ebenfalls dieses Geschenk.
...keinesfalls hastig
...auf acht bis zehn Grad abgekühlt
...keine Getränke wie „Cola“ oder „Fanta“ danach trinken
...zum Wodka gehört unbedingt ein guter Imbiss. Empfohlen werden Kaviar, gepökelter oder geräucherter Fisch, marinierte Pilze, russische Sülze, eingelegter Kohl, Maultaschen, knackige Salzgurken. Die letzteren sind besonders zu empfehlen. Auch vom großen russischen Schriftsteller A.P. Tschechow.
GIBT ES LEBEN AUF DEM MARS?
Eine Zeit lang war es in der gewesenen Sowjetunion Mode, diese Frage in populärwissenschaftlichen Vorlesungen zu erörtern. Es gab wohl keinen Dorfklub, wo kein Disput darüber veranstaltet wurde. Unter anderem um den an den lieben Gott gläubigen Bauern ein atheistisches Weltbild einzuimpfen.
Damals wurde die Frage vom Volksmund persifliert. Etwa so: Die Frage „Gibt es Leben auf dem Mars?“. Die Antwort: „Auf dem Mars vielleicht...“
Damit wurde angedeutet, dass es auf dem Planeten Erde kein menschenwürdiges Leben gibt. Jedenfalls nicht auf dem Sechstel, wo der Kommunismus herrscht.
Jetzt forschen bekanntlich die Amis danach, ob es auf dem Mars Leben gibt. Eine sehr wichtige Person in Moskau, die Politikerin und die Staatsduma- Abgeordnete Ljubow Sliska deutete an, dass die Amis es deswegen tun, weil der Mars zu einem Refugium für die Menschen werden könnte, wenn sie, das heißt die Amis und ihre NATO- Verbündeten, es weiter so treiben wie jetzt. Damit meinte die resolute Dame vor allem die NATO- Osterweiterung, die vor wenigen Tagen durch den NATO- Beitritt der neuen Länder manifestiert wurde. Darunter drei baltische Länder- Litauen, Lettland und Estland-, die unter Umständen zum NATO- Sprungbrett Richtung Russlands werden können. Wenn zum Beispiel Russland von Washington wieder als Schurkenstaat eingestuft werden sollte. Wie anno dazumal.
In diesem Zusammenhang unterstützte Ljubow Sliska wie andere Hardliner in Moskau die weitere Vermehrung russischer Raketen, wohl gemerkt mit sich teilenden atomaren Sprengköpfen bestückt. Diese Waffe in ihrer modernen Ausführung durchbricht jeden Abwehrgürtel, sei er noch so stark.
PS. dazu vom unseren Militärexperten, Iwan Matrjoschkin, Esq.:
Sollte eine neue Runde von Atomrüstungen als Antwort auf die NATO- Osterweiterung stattfinden, könnte es einmal so weit kommen, dass die Frage, ob es auf dem Mars Leben gibt, durch eine andere ersetzt werden. Und zwar, ob es noch Leben auf der Erde gibt, gestellt von neugierigen Außerirdischen irgendwo in den unendlichen Weiten des Universums. Jedenfalls gewinnt die Suche nach Überlebensmöglichkeiten auf dem Mars für jene Erdenbürger ungeahnte Aktualität, die mal auf den Mars ausweichen wollen.
Vielleicht aber soll der rote Planet, bevor es soweit ist, zum Verbannungsort für jene Wahnsinnige werden, die den atomaren Schlagaustausch provozieren und damit das Risiko eingehen, dass auf der alten, guten Erde das Leben der Menschen unmöglich wird? Zu dieser Meinung kam jedenfalls die Stammtischrunde in der Kneipe „Sonnenschein“ zu Berlin, Prenzelberg, , wo das Problem unter meinem Vorsitz unlängst eingehend erörtert wurde.
2.4.04
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